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Symposium Gesundheitskompetenz – Zwischen Wissenschaft und Praxis

Bericht zum Symposium Gesundheitskompetenz – Zwischen Wissenschaft und Praxis am 15. und 16. September an der Fakultät V der Hochschule Hannover

Mit dem Ziel, gemeinsam mit den Teilnehmenden durch Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen bisherige theoretische Erkenntnisse zur Gesundheitskompetenz in einem vielfältigen Programm zu vertiefen und praktische Lösungsansätze, Konsequenzen und Handlungsstrategien zu diskutieren und zu schärfen, haben die Kooperationspartner des Symposiums „Gesundheitskompetenz – Zwischen Wissenschaft und Praxis“  zahlreiche Hochschul- und Praxisakteur:innen sowie Studierende an der Hochschule Hannover begrüßen dürfen. 

Im Rahmen des Symposiums sind am 15. und 16.09.2022 zahlreiche Hochschul- und Praxisakteur:innen sowie Studierende an der Hochschule Hannover zusammengekommen, um über aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Gesundheitskompetenz in den praxisbezogenen Austausch zu kommen. In den vier Schwerpunkten (Hochschule, Digitalisierung, Betriebe sowie Gesellschaft und Politik) der interaktiven Workshops konnten im breiten Feld der Gesundheitskompetenz wissenschaftliche und praxisnahe Diskussionen zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit in den Gesundheitsfachberufen wie z. B. im Workshop „Pflegestudierende auf dem Weg zu Change Agents – Planetary Health Report Card als Analyseinstrument der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (Prof.in Dr.in Norma May Huss und Nadja Körner – Hochschule Esslingen) geführt werden.

Darüber hinaus wurde in insgesamt vier Workshops die Bedeutung der Gesundheitskompetenzen im Studentischen Gesundheitsmanagement an Hochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie beispielswiese der Verhinderung von Prokrastination bei Studierenden im Projekt „ProGRess“ (Prof.in Dr.in Katrin B. Klingsieck und Tamara Schneider – Universität Paderborn) herausgestellt. Ergänzend spielte das Querschnittsthema der Digitalisierung am Beispiel des Projekts „DIGI4ME – Internationalisierung digital“ (Prof.in Dr. Barbara Zimmermann und Lucas Kratzel – Hochschule 21) im Rahmen des Symposiums eine bedeutende Rolle. Weiterführend wurden beim Posterwalk wissenschaftliche Forschungsvorhaben und Projekte von Nachwuchswissenschaftler:innen im Austausch mit Teilnehmenden des Symposiums vorgestellt. Die präsentierten Poster wurden im Hinblick auf das Design, den Praxisbezug sowie die Wissenschaftlichkeit am Ende des Symposiums prämiert.

Die wissenschaftlichen und praxisnahen Diskussionen wurden am ersten Tag des Symposiums von Expert:innen in einer Fishbowl zum Thema „Future Skill Gesundheitskompetenz” aufgegriffen und aus differenzierten Perspektiven tiefer beleuchtet. Diskutiert wurden unter anderem die Bedeutung der Gesundheitskompetenzen auf der Bevölkerungsebene, auf der Ebene des Settings und der Zielgruppen und wie ebendiese Menschen auf der Verhaltensebene zielführend in den unterschiedlichen Lebenswelten erreicht werden. Resümee der Fishbowl war, dass der Bedarf an Konzepten zur Förderung des Future Skills „Gesundheitskompetenz“ durch die im Symposium vorgestellten Projekte und Konzepte gewährleistet wird, im Sinne einer Zukunftsorientierung von den Akteur:innen aus den Settings weiter voranzubringen ist.

Am zweiten Tag des Symposiums wurden nach einer Aktivierung am Morgen auf dem Campus der Fakultät V die betrieblichen Perspektiven, welche am Vortag angerissen wurden, tiefgreifend erörtert. Fragen wie „Welche Anforderungen stellt die berufliche Praxis an Gesundheitsbotschafter:innen?“ (Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Lea Seidel und Anna-Lena Sting – Hochschule Hannover), aktuelle Entwicklungen aus dem betrieblichen Setting sowie die Gesundheitskompetenzen von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung wurden von Expert:innen wissenschaftlich aufbereitet und intensiv diskutiert. Abgerundet wurde der zweite Tag des Symposiums mit drei Netzwerktreffen zum Austausch über die wissenschaftlichen und praktischen Ergebnisse des Symposiums sowie weiteren Entwicklungen wie z. B. der Umsetzung des Promotionsrechts an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt.

Wie die Evaluationsergebnisse des Symposiums zeigen, waren die Teilnehmenden vor allem mit der Vielfältigkeit der Formate (Workshops, Posterwalk usw.), den inhaltlichen Schwerpunkten sowie der zeitlichen Gestaltung und Organisation des Programms zufrieden. Der präsente Austausch mit andern Praxisakteur:innen war für die Teilnehmenden des Symposiums aussichtsreich, wie auch ausgewählte Take Home-Messages der Teilnehmenden zeigen:

Sehr interessante und wissenserweiternde Diskussionen! Gesundheitskompetenz betrifft alle Lebensbereiche und soll schon früh in schulische/universitäre Ausbildung integriert werden!

Offensichtlich arbeiten und kämpfen wir alle mit und um die gleichen Dinge. Es braucht den Support und die Kooperation der Führungsetagen, um „schlagkräftig“ agieren zu können.

Das Symposium ist ein wertvoller Auftakt für die Projekte zur Gesundheitsförderung an der Fakultät V der Hochschule Hannover gewesen. Es wurden bisherige Erkenntnisse aufgegriffen, die zukünftig inhaltlich vertieft und weiterentwickelt werden. Ebenso bieten die auf dem Symposium neugewonnenen Kontakte lohnende Perspektiven für zukünftige Kooperationen in den Projekten „Nachhaltigkeit und Transferoptionen studentischer Gesundheitskompetenzen in berufliche Settings (Handlungsfelder) – GeKoNnTeS“ sowie dem „Netzwerk Gesunde Hochschulen – Nord“ an der Fakultät V. Zukunftsorientiert ist insbesondere das Verständnis von Gesundheitskompetenz settingspezifisch näher zu beleuchten. Dabei ist einerseits die berufliche Praxis einzubeziehen und andererseits das Thema „Gesundheitskompetenz“ stärker in den gesellschaftlichen Diskurs zu bringen, um Handlungsstrategien und Lösungsansätze nachhaltig zu implementieren.

Über die interaktiven Formate hinaus war die Begegnung in Präsenz nach der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden digitalen Ausrichtung von Treffen sowie Tagungen ein wichtiges Anliegen des Symposiums. Deswegen wurde zur Anregung des Austausches das inhaltliche Programm durch interaktive Angebote wie eine Aktivierung am Morgen, ein Waldbaden in der Eilenriede und ein gemeinsames Abendessen abgerundet. Die Zielerreichung des Symposiums, also dem erfahrbar machen des Spannungsfelds zwischen Wissenschaft und Praxis in der Gesundheitskompetenz, ist durch die spannenden Vorträge, tiefgehenden Diskussionen und die Partizipation aller Teilnehmenden gelungen.

Das Koordinationsteam der Projekte zur Gesundheitsförderung an der Fakultät V, unter der Projektleitung von Herrn Prof. Dr. Bonse-Rohmann, bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Vortragenden und Studierenden für spannende Eindrücke, wertvolle Gespräche und alle Bemühungen rund um das Symposium „Gesundheitskompetenz – Zwischen Wissenschaft und Praxis“ an der Hochschule Hannover. Ein besonderer Dank gilt außerdem den Mitveranstaltenden der Techniker Krankenkasse, Frau Bianca Dahlke und Frau Dr.in Brigitte Steinke, die ebenfalls zum erfolgreichen Gelingen des Symposiums beigetragen haben.

Kooperationspartner des Symposiums:

  • GeKoNnTeS – Standort Hannover
  • Netzwerk Gesunde Hochschulen – Nord
  • Fachbereichstag Gesundheitswissenschaften
  • Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit e.V.
  • Gefördert durch: Die Techniker Krankenkasse

Hinweis auf Veröffentlichung der Tagungsdokumentation

Die Tagungsdokumentation kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://sync.academiccloud.de/index.php/s/8SGX3FlNXRkWnIX#pdfviewer

Kontakt:

Hochschule Hannover- University of Applied Sciences and Arts

Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales- Abteilung Pflege und Gesundheit

Blumhardtstraße 2, 30625 Hannover

E-Mail: F5-Fachtagung-GeKo@hs-hannover.de

Bildquellen: Ghafelehbashi 2022


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